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Kursnummer 211-10723V
Beginn Do., 17.06.21, 19:30 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 1 Termin
Dozent noch nicht bekannt
Kursort vhs, Saal 

Artikel 3 des Grundgesetzes verbietet rassistische Diskriminierung. In der Strafverfolgung und vor Gerichten spielte dies lange Zeit kaum eine Rolle - was vor dem Hintergrund der deutschen NS-Verbrechen und der historisch weiter zurückreichenden deutschen Kolonialgeschichte verwundert.

Erst seit Betroffene selbst und die Zivilgesellschaft in den letzten Jahren die Debatte um rassistische Polizeikontrollen, um das sog. Racial oder Ethnic Profiling, in die politische Öffentlichkeit getragen haben, führte dies auch zu Konsequenzen auf der juristischen Ebene: Durch mühsame Kleinarbeit konnte in verwaltungsgerichtlichen Prozessen erreicht werden, dass sich die Zahl solcher willkürlichen Kontrollen verringert hat.

In beiden Bereichen der Rechtsprechung stellte sich nicht selten die Grundsatzfrage, ob Rechtsnormen per se rassistisch sind oder ob ihre – möglicherweise oft gar nicht bewusste, sondern intuitive - Auslegung durch die ausführenden Organe das Problem sind. Trotz dieser Fortschritte gibt es seit einiger Zeit in der Kriminal- und Sicherheitspolitik Tendenzen, bereits erreichte Standards wieder zurückzunehmen.

Der Rechtswissenschaftler Dr. Tim Wihl (Berlin) wird in seinem Vortrag an einem Beispiel erläutern, dass das grundgesetzliche Rassismus-Verbot in gerichtlichen Verfahren durchaus Anwendung finden kann.

Bitte melden Sie sich für den kostenfreien Vortrag an.

Der Vortrag wird von der Universitätsstadt Tübingen gefördert.


Dieser Kurs ist für Anmeldungen nicht freigegeben.

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Kursort

vhs, Saal
Katharinenstraße 18
72072 Tübingen

Termine




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